Friederikes Blog

Unterwegs in der Welt
 
 

19.12. Zeit nach hause zu gehen

Ihr Lieben,

ein (vorerst) letzter Gruß von mir von meiner Reise. Ich hatte einen langen Flug über Hong Kong nach Südafrika und hatte insgesamt ein paar schöne Tage hier. Im Hostel gab es sympathische Leute mit denen man gut die Zeit verbringen konnte. Als kleinen Ausflug habe ich mir das 9 Stunden entfernte Plettenberg Bay angeschaut. Primäre Aktivität hier war faul am Strand liegen (wer weiß wann ich das nächste Mal dazu komme!? ).

An meinem letzten Abend habe ich erfreulicherweise noch meinen französischen Bekannten Yann getroffen, den ich im Februar in Neuseeland kennen gelernt hatte. Wir haben einen netten Abend beim Dinner mit Freunden von ihm verbracht.

Jetzt sitze ich im Hostel und warte, dass es losgeht. In einer Stunde gehts zum Airport und morgen um diese Zeit bin ich schon fast wieder auf deutschem Boden....

Zum Abschluss gibts och ein paar Fotos im Album.

Ich möchte hiermit allen Lesern für die Treue danken und hoffe, dass Euch mein kleines Reisetagebuch gefallen hat. Es wird mir auf jeden Fall eine gute Erinnerungsstütze sein.

Ich freue mich auf unser baldiges Wiedersehen!

Fühlt Euch gedrückt von

Friederike

 

19.12.14 12:55, kommentieren

07.12. Meine Güte, wir haben schon Dezember!

Und das bedeutet, dass meine Backpacker-Tage so gut wie gezählt sind. Morgen verlasse ich Australien und begebe mich zumindest schon mal in die mitteleuropäische Zeitzone.

Da mein letzter Eintrag schon wieder einige Wochen her ist, möchte ich in meinem letzten Eintrag von Downn Under die vergangenen Wochen Revue passieren lassen.

Meine Tage in Cairns waren recht gefüllt und schön Zunächst habe ich eine 2-Tages Tour in den nördlich von Cairns liegenden Daintree Rainforest gemacht. Das ist angeblich der älteste kontinuierlich wachsende Regenwald der Welt. Unser Tourguide hatte viel zu erzählen über Flora und Fauna der Region.

Nach meiner Rückkehr  stand dann direkt der nächste Programmunkt bevor: ein Tagestrip mit dem Boot zum Great Barrier Reef. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen! Das Reef liegt ca. 70km vor der Küste und man braucht ca. 2h mit dem Boot. Nach der Fahrt hielten wir an 2 Punkten und konnten schnorcheln, tauchen und schwimmen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an der bunten Vielfalt im Wasser und hatte viel Spaß beim Schnorcheln.

Nächster Stop auf meiner Reise war dann die Kleinstadt Airlie Beach, wo ich französische Freundin Julie und ihre Freundin Léa getroffen habe. Es war schön ein vertrautes Gesicht wiederzusehen und wir hatten uns viel zu erzählen. Der Ort an sich ist nicht wirklich interessant und dient primär als Ausgangspunkt für Boots-und Segeltouren zu den Whitsunday Islands. Das wollte ich mir ebenfalls nicht entgehen lassen. So habe ich zusammen mit Léa eine 3-Tages Segeltour gebucht (Julie fehlte leider das nötige Kleingeld). Die Gruppe bestand aus 7 Personen (alles Backpacker aus Europa und Nordamerika) und 2 Crew-Mitgliedern. Die 3 Tage waren gefüllt mit viel Zeit im Wasser mit Schnorcheln, Schwimmen, meinem ersten Tauchgang und Sonnenbaden auf dem Boot. Es war herrlich entspannend und genau wie ich es mir erhofft hatte. Ein weniger schöner Nebeneffekt nach der Tour waren allerdings 2 Tage Schwindelgefühl, in denen mein Körper dachte er wäre noch auf dem Boot.

Als nächsten Ort auf der Reise gen Süden haben wir 3 uns in einem winzigen Kaff namens Agnes Water für die Nacht eingefunden. Highlight hier war mein allererster Surfkurs! ich hatte bisher nie großes Interesse daran aber wollte die Gelegenheit eines günstigen Kurses nicht an mir vorbeiziehen lassen. Der Kurs ging über 3 Stunden und verlief einfacher als ich es mir vorgestellt hatte. So hatte ich mehrfach Erfolgserlebnisse stehend auf einer Welle zu surfen. Großartig und süchtigmachend.

Während die Französinnen und ich so weiter die Küste entlang fuhren hatte ich die Überlegung noch einmal irgendwo etwas länger zu verweilen und für Kost und Logis zu arbeiten. Zu diesem Zwecke hatte ich über die Seite "Workaway" verschiedene  Annoncen kontaktiert und erfolgreich beim Ehepaar Jana und David eine spontane Zusage bekommen. Die beiden bewohnen ein ganz wunderschönes Fleckchen Erde in der Nähe von Brisbane und benötige Hilfe bei allerlei Dingen: im Garten (ihnen gehören 12ha Regenwald!), im Haushalt (Jana war gesundheitlich etwas angeschlagen). So habe ich in meiner Zeit dort 2 Gartenbänke restauriert, viel Unkraut gezupft, im Haushalt geholfen und hin und wieder gekocht. Die beiden sind ganz wunderbare und herzliche Menschen, bei denen ich mich sofort pudelwohl gefühlt habe und letztlich mehr als 2 Wochen blieb. Ich schätze mich sehr glücklich die beiden gefunden und so eine schöne Zeit bei Ihnen verbracht zu haben.

In Brisbane folgte dann die nächste Wiedersehensfreude mit einer Reisebekanntschaft der allerersten Stunde. Hier wohnt nämlich Australierin Liz, die ich in Singapur kennen gelernt hatte. Sie hat mich ganz herzlich bei sich aufgenommen und mir ihre Lieblingsecken dieser schönen Stadt gezeigt. Das war toll!

So langsam rückte meine Abreise immer näher und ich bin mit wenigen Stops meinem Endziel Sydney immer näher gekommen. Vorher war ich noch:
- in Byron Bay (eine kleine alternative Hippie-Stadt wo ich Französin Léa wiedergesehen habe)

- in einem Surfcamp für 3 Tage (um zu sehen ob mir das Surfen so  leicht wie beim ersten Mal fiel. Die Antwort ist nein, es war richtig anstrengend und frustierend. Laut der Lehrer waren die Bedingungen aber auch sehr schwierig).

- in Port Macquarie (eine Kleinstadt, die das einzige Koala Hospital der Welt hat).

Und dann war ich auch schon wieder zurück in Sydney und in Annas netter 3er-WG. Es war schön wieder in der Stadt zu sein und auf vertrauten Pfaden zu wandeln. Ein netter Abschluss für meine Zeit in Australien.

Morgen geht der Flieger in aller Früh gen Südafrika und ich bin gespannt was mich erwartet. Laut Wetterbericht ist es kälter als hier ("nur" 23°C). Ich melde mich sicher noch einmal bevor es heim geht.

Im Fotoalbum gibt es auch wieder einmal was Neues zu sehen.

Bis bahald Ihr Lieben!

1 Kommentar 7.12.14 18:49, kommentieren

24.10. Raus aus der staubigen Wüste - hinein in den schwülen Regenwald

Hallo zusammen,

ich wollte mich einmal wieder gemeldet haben. Habe erfolgreich die Flucht aus dem staubigen und heißen Carnarvon geschafft und bin über einen kleinen Zwischenstopp in Perth nach Queensland, genauer gesagt nach Cairns, geflogen.

Der Abschied aus Carnarvon fiel mir dann doch ein bissl schwer, hab ich doch einige der Leute dort sehr ins Herz geschlossen. Dank Facebook bleibt man ja irgendwie in Kontakt (wenn auch über die Zeit recht lose) und vielleicht kreuzen sich die Wege ja noch einmal.

In Perth habe ich mich dann wieder einmal über Großstadtgetümmel gefreut und bin viel durch die Straßen gelaufen. Anders als im heißen und staubigen Carnarvon lag hier der Frühling in der Luft und es war merklich kühler. Schön war es, Bäume und Sträucher blühen zu sehen.

Seit 2 Tagen bin ich nun in Cairns und freue mich, ein ganz schnuckeliges Hostel gefunden zu haben.  Das Wetter hier ist ungefähr gleich heiß wie in Carnarvon, nur deutlich nasser. So kann schon mal passieren, dass mehrmals am Tag wie auf Knopfdruck starker Regen herunterprasselt. Die nächsten Tagen sind gefüllt mit Touren in den Regenwald sowie ins Great Barrier Reef. Ich bin sehr gespannt.

Meine holländische Freundin Marijke hat mir leider spontan abgesagt, da sie ungeplanterweise ihre Reise abbrechen und nach Hause fliegen musste. Es ist schade, dass wir uns nun doch nicht wiedersehen und sie ihre Australienreise absagen musste, aber ich bin hoffnungsvoll, dass wir uns irgendwo in der Welt wiedersehen werden. Mein Reisefieber ist jedenfalls noch lange nicht gestillt.

Dafür erwartet mich kommende Woche ein Wiedersehen mit französischer Reisebekanntschaft Julie. Der aufmerksame Leser erinnert sich vielleicht, dass ich mit ihr in der Nähe von Darwin 5 Tage die umliegenden Nationalparks besucht habe. 

Tja und ansonsten muss ich aufpassen, dass mir die Zeit nicht davon läuft und ich bis zum Abflug in ca. 6 Wochen nur so dahintrödele. Bei einem so großen Reise-Zeitfenster von einem Jahr passiert das schnell.

Ich habe wieder einmal Bilder der vergangenen Wochen hochgeladen, die ich in meinem Fotoalbum mit Euch teilen möchte.

Fühlt Euch gedrückt aus der Ferne!

1 Kommentar 24.10.14 06:10, kommentieren

25.09. Zucchini, Tomaten und jede Menge Narben

Hallo Ihr Lieben,

es ist schon wieder etwas länger her, dass ich hier etwas hinterlassen habe, deswegen möchte ich das heute nun endlich einmal nachholen.

Mir geht es gut. Ich befinde mich seit gut 3 Wochen in der Kleinstadt Carnarvon in Western Australia. Nicht schön und auch nicht selten, aber mit jeder Menge Plantagen zum Arbeiten. Das war der alleinige Grund mich hier für ein paar Wochen niederzulassen.

Am Abend meiner Ankunft klopfte es direkt an meiner Tür: „Möchtest Du morgen für 2 Tage arbeiten? Farmer Anthony sucht Leute zum Melonenpflanzen. Na klar“!
Und so war ich direkt drin in der Farmarbeits-Szene. In meinem Hostel leben jede Menge Backpacker aus Asien und Europa, die alle irgendetwas ernten. So habe ich nach 2 Tagen Melonenpflanzen einen Job bei Farmer Phil ergattern können und habe 2 Wochen lang Zucchini geerntet. Ich habe schnell gelernt, dass Zucchini-Pflanzen sehr, sehr fies kratzen und juckig sind. Meine Beine sahen sehr schnell sehr vernarbt aus. Oje oje….

Da Farmer Phil ein sehr unfreundlicher Zeitgenosse war habe ich schnell nach Alternativen geschaut und mit Hilfe der Hostel-Betreiber einen neuen Job im “Tomato Shed” gefunden. Da werden den lieben langen Tag Tomaten in Kisten verpackt und auf Paletten gestapelt. Ich bin froh, aus der heißen Sonne zu sein und trainiere nun fleißig meine Muckies. Die Arbeit ist insgesamt angenehmer als bei Farmer Phil und ich habe nette Kollegen, die mir jeden Tag ein bisschen mehr Japanisch beibringen. Schadet ja auch nicht, ne? Ich arbeite 6 Tage die Woche, was anstrengend ist aber auch gutes Geld bringt. Viel Zzeit für Freizeit bleibt da nicht, aber das ist für ein paar Wochen okay.

Zu erwähnen sei noch mein „Beitritt“ zum Community Choir. Wenn ich hier schon ein paar Wochen bin, wollte ich mal schauen ob hier auch gesungen wird. Der „Chor“ besteht aus 6 Leuten, die jeden Donnerstag ein bissl zusammen singen. Mehr kann man es nicht nennen. Aber es ist nett und ich merke wie mir das regelmäßige Singen fehlt. Wir haben am 3. Oktober einen Kurzauftritt im Yacht-Club, der 50 Jähriges feiert und singen ein 50er-Jahre Medley. Aufgrund der überschaubaren Gruppengröße wurde ich direkt während der 1. Probe mit eingeplant.

Wie geht’s nun weiter? Ich bleibe noch knapp einen Monat bevor ich mich nach Perth aufmache. Dort werde ich nur kurz verweilen bevor es in den Flieger zur Ostküste geht. Dort erwartet mich ein freudiges und lang überfälliges Wiedersehen mit meiner holländischen Freundin Marijke, mit der ich in den USA die gleiche High School besucht habe. Wir haben uns das letzte Mal vor 7 Jahren gesehen und einiges aufzuholen. Ich freue mich.

Tja und dann heißt es auch bald „Bye Bye Oz“ und ich fliege im Dezember wieder gen Europa, um pünktlich zum Weihnachtsfeste wieder auf heimischen Boden zu sein. Ist zwar noch eine Weile hin, aber ich merke wie es näher rückt und die Wiedersehensfreude steigt.

Da von hier ausgesehen so ziemlich alles auf dem Weg liegt, besuche ich Anfang Dezember noch eine Reisebekanntschaft in Kapstadt/Südafrika. Das wird sicher interessant!

Soweit der letzte Stand der Dinge meinerseits. Ich hoffe es geht Euch gut und sende sonnige Grüße aus Carnarvon.

25.9.14 10:46, kommentieren

17.08. On the road again, I can’t wait to get on the road again.

Ich grüße Euch vom Pool meines Hostels in Kununarra. Diese Kleinstadt im Nordwesten Australiens ist nicht sonderlich schön, der Pool ist in Ordnung (wenn auch sehr chlorhaltig!).

Viele Kilometer habe ich seit meinem letzten Eintrag zurückgelegt. Insgesamt war ich 61 Stunden in Bus und Bahn unterwegs. Unglaublich! So langsam werden mir die immensen Dimensionen Australiens bewusst!
Erste Langstrecke war die unvergessliche, unglaublich schleichende Bahnfahrt von Adelaide nach Alice Springs, ins „Red Centre“. Die Sitze waren bequem und mein Unterhaltungsprogramm (von Essen, Filmgucken, Lesen, Sudoku und aus-dem-Fenster-starren) abwechslungsreich. Ich war froh, den kalten Süden hinter mich gebracht zu haben und endlich in milderen Temperaturen zu sein.

Alice Springs als Stadt ist jetzt nicht weiter erwähnenswert (mit Ausnahme der „Royal Flying Doctors Service Base“, die ich besucht habe. Das war sehr interessant und hat mich an eine geliebte Serie meiner Kindheit erinnert: Die fliegenden Ärzte. Kennt das noch jemand? J). Primäres Vorhaben war eine 3-Tages-Tour zum Uluru (wie Ayers Rock mittlerweile genannt wird, nach den Aboriginals der Gegend, die die Besitzer dieses Gebietes sind). So machte sich in aller Frühe ein Kleinbus mit ca. 15 Menschen auf die ca. 5-stündige Fahrt. Neben dem Uluru wurde noch der naheliegende Kings Canyon sowie die beeindruckenden Olgas (oder Kata Tjutas) besucht. Unser Reiseführer Matt hatte viel zu berichten über Entstehung und Mythos hinter dem Uluru, was seinen Anblick zu einem wirklich magischen und beeindruckenden Erlebnis gemacht hat. Die Nacht wurde im typisch australischen „swag“ (eine Art Schlafsack mit dünner Matratze, in die man mit seinem eigentlichen Schlafsack krabbelt) bei Lagefeuer unterm Sternenhimmel des Outbacks verbracht. Wahrlich unvergesslich!

Nachdem diese Tour beendet war fuhr ich weitere 22h mit dem Bus nach Darwin. Hier begrüßten mich tropisch, schwüle 34°(sowie viele, viiieelle Mücken und andere bissige Fliegen)! Diese Stadt ist ebenfalls nicht weiter erwähnenswert und diente mir lediglich als Basis für einen 5-tägigen Kurztrip in die (für australische Verhältnisse) naheliegenden Kakadu und Litchfield Nationalparks. Diese habe ich gemeinsam mit Französin Julie (die ich im hostel kennen lernte) und einem Campervan mit über 1000 zurückgelegten Kilometern besucht.
Der Kakadu Nationalpark ist fast so groß wie Belgien und hat viel Sümpfe, Krokodile, Steinmalereien und felsige Hügel zu bieten. Der kleinere Litchfield Nationalpark war dann ein reiner Badestopp für uns mit seinen vielen hübschen Wasserfällen und (krokodilfreien) Badestellen.

Zurück in Darwin habe ich meine weitere Reiseroute geplant. Anders als ursprünglich geplant reise ich nun die Westküste gen Perth und stoppe wo es mir gefällt. Vielleicht ergibt sich noch ein Job irgendwo, um die rapide schwindende Reisekasse zu füttern.

Insgesamt freue ich mich, wieder in wärmeren Gefilden zu sein und Sonne tanken zu können (auch wenn ich vor der australischen Sonne großen Respekt habe, hat das Land doch eine der höchsten Hautkrebsraten!). Gleichzeitig verspüre ich eine gewisse Reisemüdigkeit und merke, dass ich aktuell „nur vorankommen“ möchte und gerne Zeit on the road verbringe.
Ich versuche Australien nicht allzu sehr mit Neuseeland zu vergleichen, da beide Länder sehr verschieden sind, aber merke wie mir so manche Dinge aus NZ fehlen, die dort einfacher liefen (unabhängiges Fortbewegen ohne Auto, Zugang zu Nationalparks, Wandern!).
Dazu kommt, dass ich eine stete Sehnsucht nach vertrauten Menschen zuhause habe und ich mich über jedes Lebenszeichen aus Deutschland freue. Es geht mir nun nicht schlecht, aber ich suche momentan ein bissl nach einem “Sinn“ und hoffe, bald eine Beschäftigung (welcher Art auch immer) zu finden.

Wie immer möchte ich diesen Beitrag mit dem Hinweis zu meinem Fotoalbum beenden.

Fühlt Euch gedrückt aus der Ferne!

1 Kommentar 17.8.14 07:27, kommentieren