Friederikes Blog

Unterwegs in der Welt
 
 

25.09. Zucchini, Tomaten und jede Menge Narben

Hallo Ihr Lieben,

es ist schon wieder etwas länger her, dass ich hier etwas hinterlassen habe, deswegen möchte ich das heute nun endlich einmal nachholen.

Mir geht es gut. Ich befinde mich seit gut 3 Wochen in der Kleinstadt Carnarvon in Western Australia. Nicht schön und auch nicht selten, aber mit jeder Menge Plantagen zum Arbeiten. Das war der alleinige Grund mich hier für ein paar Wochen niederzulassen.

Am Abend meiner Ankunft klopfte es direkt an meiner Tür: „Möchtest Du morgen für 2 Tage arbeiten? Farmer Anthony sucht Leute zum Melonenpflanzen. Na klar“!
Und so war ich direkt drin in der Farmarbeits-Szene. In meinem Hostel leben jede Menge Backpacker aus Asien und Europa, die alle irgendetwas ernten. So habe ich nach 2 Tagen Melonenpflanzen einen Job bei Farmer Phil ergattern können und habe 2 Wochen lang Zucchini geerntet. Ich habe schnell gelernt, dass Zucchini-Pflanzen sehr, sehr fies kratzen und juckig sind. Meine Beine sahen sehr schnell sehr vernarbt aus. Oje oje….

Da Farmer Phil ein sehr unfreundlicher Zeitgenosse war habe ich schnell nach Alternativen geschaut und mit Hilfe der Hostel-Betreiber einen neuen Job im “Tomato Shed” gefunden. Da werden den lieben langen Tag Tomaten in Kisten verpackt und auf Paletten gestapelt. Ich bin froh, aus der heißen Sonne zu sein und trainiere nun fleißig meine Muckies. Die Arbeit ist insgesamt angenehmer als bei Farmer Phil und ich habe nette Kollegen, die mir jeden Tag ein bisschen mehr Japanisch beibringen. Schadet ja auch nicht, ne? Ich arbeite 6 Tage die Woche, was anstrengend ist aber auch gutes Geld bringt. Viel Zzeit für Freizeit bleibt da nicht, aber das ist für ein paar Wochen okay.

Zu erwähnen sei noch mein „Beitritt“ zum Community Choir. Wenn ich hier schon ein paar Wochen bin, wollte ich mal schauen ob hier auch gesungen wird. Der „Chor“ besteht aus 6 Leuten, die jeden Donnerstag ein bissl zusammen singen. Mehr kann man es nicht nennen. Aber es ist nett und ich merke wie mir das regelmäßige Singen fehlt. Wir haben am 3. Oktober einen Kurzauftritt im Yacht-Club, der 50 Jähriges feiert und singen ein 50er-Jahre Medley. Aufgrund der überschaubaren Gruppengröße wurde ich direkt während der 1. Probe mit eingeplant.

Wie geht’s nun weiter? Ich bleibe noch knapp einen Monat bevor ich mich nach Perth aufmache. Dort werde ich nur kurz verweilen bevor es in den Flieger zur Ostküste geht. Dort erwartet mich ein freudiges und lang überfälliges Wiedersehen mit meiner holländischen Freundin Marijke, mit der ich in den USA die gleiche High School besucht habe. Wir haben uns das letzte Mal vor 7 Jahren gesehen und einiges aufzuholen. Ich freue mich.

Tja und dann heißt es auch bald „Bye Bye Oz“ und ich fliege im Dezember wieder gen Europa, um pünktlich zum Weihnachtsfeste wieder auf heimischen Boden zu sein. Ist zwar noch eine Weile hin, aber ich merke wie es näher rückt und die Wiedersehensfreude steigt.

Da von hier ausgesehen so ziemlich alles auf dem Weg liegt, besuche ich Anfang Dezember noch eine Reisebekanntschaft in Kapstadt/Südafrika. Das wird sicher interessant!

Soweit der letzte Stand der Dinge meinerseits. Ich hoffe es geht Euch gut und sende sonnige Grüße aus Carnarvon.

25.9.14 10:46

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